MZ-Fotorätsel: Alter Mühlstein verweist auf das Kanu-Zentrum am Osendorfer See

16.07.2005

65  Zeilen

Ressort: HAL

 

MZ-Fotorätsel: Alter Mühlstein verweist auf das Kanu-Zentrum am Osendorfer See

Wo tickt die schöne Uhr?

VON UNSERER MITARBEITERIN CLAUDIA CRODEL

Halle/MZ. Das Rätselfoto der vergangenen Woche führte zum Osendorfer See. Richtig herausgefunden hat das beispielsweise J. Kiefer , die darauf verweist, dass sich der gesuchte Stein im Kanu-Sportzentrum befindet. „Mit dem Foto erinnerten Sie mich auch an einen schönen Sonnenuntergang, den ich bei einer Bootstour gesehen habe“,

„Der See entstand aus dem Restloch des einstigen Tagebaus ,von der Heydt´.“

Siegfried Dümke

Rätselfreund

steht weiter auf der Karte. Sie wurde diesmal als Gewinnerzuschrift gezogen. J. Kiefer gehen 25 Euro per Postanweisung zu.

„Im Stein ist der Tag der Flutung angegeben“, schreibt uns Alfred Kuhnert . Herbert Worg nennt dieses Datum genauer: der 1. April 1954. Das sei gleichzeitig auch das Gründungsdatum der Betriebssportgemeinschaft „Aktivist Halle-Süd“, weiß Lothar Lessing . Der Begründer dieser Sportgemeinschaft sei heute der 1. Präsident des „Halleschen Kanu-Clubs 54“, der 75-jährige Karl Kunitzsch. Lothar Lessing ist selbst Mitglied des Halleschen Kanu-Clubs. Zu DDR-Zeiten hätten dort nicht nur die Kanusportler, sondern auch Wasserskispringer des Sportclubs Chemie Halle-Leuna trainiert, schreibt Lothar Gutschalk .

Siegfried Dümke verweist darauf dass der Stein ein Mühlstein ist und ursprünglich aus der Dieskauer Mühle stammt. Er kann auch einiges über die Geschichte des Osendorfer Sees berichten: „Der See entstand aus dem Restloch des einstigen Tagebaus ,von der Heydt´, der 1945 stillgelegt wurde und sich dann mit Grundwasser füllte.“

Der See ist rund 23 Hektar groß und bis zu zwölf Meter tief. „Schon in den 50er Jahren wurde damit begonnen, die Hänge der ehemaligen Kohlengrube zu bepflanzen, mit schnell wachsenden Gehölzen“, schreibt C. Kirchner an die MZ.

Einige Rätselfreunde haben schöne Erinnerungen an den See. „Ich fand die Drachenboot-Fahrt ganz toll!“, schreibt beispielsweise T. Kiefer . Birgit Voß ist schon mehrfach um den See herum gewandert. Und M. Eisler hat sich dort mit Freunden schon einmal Boote ausgeliehen.

Das neue Rätselfoto führt zu einem Schulgebäude in der Nähe des Rannischen Platzes. Wer weiß, wo die Uhr zu finden ist? Wer kann mehr berichten? Die Zuschriften sollten bis zum Donnerstag, 21. Juli , in der MZ-Lokalredaktion, Delitzscher Straße 65, 06112 Halle eingetroffen sein. Es wird auch diesmal wieder ein Gewinner ermittelt. Der Rechtsweg ist dabei wie immer ausgeschlossen.