Neues von der IPC (International Paralympic Committee) zu Parakanu in RIO 2016

Neues von der IPC (International Paralympic Committee) zu Parakanu in RIO 2016

Das Rio Programm Parakanu steht nun fest.

Liebe Sportler, Trainer, Funktionäre und Parakanuinteressierte,

jetzt ist es endgültig! Bei den Paralympics in Rio 2016 werden nur Kajakrennen zugelassen. Nachdem es im letzten Jahr noch hieß, dass ein Drittel der Rennen im V1 ausgetragen werden, und sich viele Paddler in den betroffenen Startklassen umorientierten, kippte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nun diese Regelung.

Der Verwaltungsrat des IPC hat am Wochenende (30.1.-1.2.2015) in Abu Dhabi getagt. Als Ergebnis wurden unter anderem die sechs Renn-Kategorien im Parakanu für Rio 2016 bekanntgegeben.

Xavier Gonzalez (IPC Vorsitzender) sagte: „Seitdem im Dezember 2010 Parakanu in das paralympische Programm aufgenommen wurde hat der Internationale Kanuverband (ICF) hart an einem neuen Klassifizierungssystem gearbeitet, inklusive einer wissenschaftlichen Studie.“

„Wir ertrachten das neue Klassifizierungssystem für den Bereich Kajak als robust, haben aber einige Vorbehalte über die Richtigkeit des angekündigten Klassifizierungssystem für die Va’a. Mehr Studien werden benötigt und wir glauben nicht, dass dafür bis zu den ersten Qualifizierungswettkämpfen (WM 2015 Mailand) genügend Zeit ist.“

„Aus diesem Grund werden beim paralympischen Debut in Rio 2016 nur Kajakrennen stattfinden.“

Frauen und Männer erhalten gleichviele Rennen über die 200m Distanz und sehen wie folgt aus:

Frauen

Kajak der Startklasse K1
Kajak der Startklasse K2
Kajak der Startklasse K3

Männer

Kajak der Startklasse K1
Kajak der Startklasse K2
Kajak der Startklasse K3

Die bisherigen Bezeichnungen der Startklassen LTA, TA und A werden nun durch die neutraleren Bezeichnungen K1, K2, K3 ersetzt. Die genauen Inhalte dazu werden im März bekannt gegeben.

Des Weiteren wurde bereits am Samstag (31.01.2015) die Teilnahme der Parakanuten an den paralympischen Spielen 2020 in Tokio bestätigt. Diese Entscheidung zeigt, dass Parakanu einen festen Stand beim IPC hat und somit bei den paralympischen Spielen. Welche Parakanurennen es in Tokio gibt wird erst im Jahr 2017 entschieden.

Ich hoffe, dass wir bis dahin das Klassifizierungssystem festigen und noch genauer gestalten können. Die Zeit bis dahin muss aktiv zur Weiterentwicklung aussagekräftiger Tests genutzt werden. Dementsprechend müssen auch die Va’a Disziplinen weiter gefördert werden um nicht 2017/2018 bei Null anzufangen. Es werden sehr hohe Erwartungen und auch Anforderungen an die Parakanuten gestellt. Training nach 8 Stunden Arbeit am Tag ist bei den meisten Sportlern die Normalität. Andere Länder investieren viel Geld, damit ihre Sportler Zeit zum trainieren haben und sind damit sehr erfolgreich, siehe Großbritannien. Vielleicht ist die Zusage für Tokio 2020 ein Anreiz Mittel und Wege zu finden, um unseren Sport professionell zu betreiben und somit die Erwartungen zu erfüllen.
Ronny Waßmuth/DKV

http://m.paralympic.org/news/ipc-announces-rio-2016-canoe-medal-events