Rekordbeteiligung auf kurzer Strecke Internationale Hallesche Sprintregatta mit G├Ąsten aus 17 Klubs

20.06.1997

26  Zeilen

Ressort:

 

Kanurennsport

Kanurennsport Rekordbeteiligung auf kurzer Strecke Internationale Hallesche Sprintregatta mit G├Ąsten aus 17 Klubs Halle/MZ/mpi. Insgesamt 3684mal werden am Wochenende Kanurennsportler ihre Boote am Osendorfer See zu Wasser bringen. Anla├č ist die 4. Internationale Hallesche Sprintregatta auf der 200-Meter-Distanz, gleichzeitig ein Programmpunkt der Stadtsportspiele, die am folgenden Wochenende in zahlreichen anderen Disziplinen fortgesetzt werden. „Wir freuen uns jetzt schon auf die Rekordbeteiligung an der Regatta“, sagt Gesamtleiter Karl Kunitzsch, der Vorsitzende des gastgebenden HKC 54. Immerhin 511 Kanu-Enthusiasten der verschiedenen Altersklassen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Th├╝ringen, Bayern, Baden-W├╝rttemberg und Tschechien werden sich im Sportzentrum Osendorf tummeln, am und im Wasser oder auf dem gro├čen Zeltplatz. Neben den Sprints in den Kajak- und Canadier-Einern, -Zweiern oder -Vierern werden als besondere Stimmungsmacher Staffelrennen und Zweier-Mix-Rennen (je ein Junge und ein M├Ądchen pro Boot) gestartet. „Alles ist bestens vorbereitet, ├╝ber 100 Leute haben eine tolle Arbeit geleistet. Schon heute erwarten wir die ersten G├Ąste“, so Kunitzsch weiter. Sein besonderer Dank gelte den HKC-Mitgliedern und vielen Eltern der jungen Sportler. F├╝r die gleiche Mannschaft steht ├╝brigens bereits die n├Ąchste „Schlacht“ bevor: Am 28. Juni steigt am Osendorfer See der Halle-Triathlon.

 

4. Stadtsportspiele

Mehrzahl der Schulen noch immer im Dornr├Âschenschlaf Vereine meist unter sich – Basketball positive Ausnahme – Teilnehmerzahlen liegen im Trend – Spi 4. Stadtsportspiele Mehrzahl der Schulen noch immer im Dornr├Âschenschlaf Vereine meist unter sich – Basketball positive Ausnahme – Teilnehmerzahlen liegen im Trend – Spi Von unserem Mitarbeiter DIRK SKRZYPCZAK Halle/MZ. Die 4. Stadtsportspiele in Halle haben die allgemeinen Erwartungen erf├╝llt. Das ist das Res├╝mee vom vergangenen Wochenende, an dem ├╝ber 2 000 Kinder und Jugendliche in 15 Sportarten aktiv waren. Die genaue Teilnehmerzahl steht erst Ende August fest, wenn die Leichtathleten ihre Besten gek├╝rt haben. In Euphorie ist bei den Organisatoren niemand verfallen. Auch in diesem Jahr haben die Stadtsportspiele den gro├čen Durchbruch nicht geschafft. Trotz allen Engagements, in den meisten Disziplinen waren die Aktiven aus den Vereinen erneut unter sich. Das Vorhaben, vor allem die Jugendlichen aus den Schulen verst├Ąrkt zu mobilisieren, ging gr├Â├čtenteils in die Hose. „In der Mehrzahl der Schulen wurden die Spiele nicht ernst genug genommen und vieles dem Selbstlauf ├╝berlassen. Unter diesem Gesichtspunkt waren eigentlich nicht mehr Teilnehmer m├Âglich“, meinte Dieter Hoffmann, Gesch├Ąftsf├╝hrer des Stadtsportbundes (SSB). Dennoch haben die Spiele an Qualit├Ąt gewonnen. Die verschiedenen Wettk├Ąmpfe, durch Vereine und Verb├Ąnde ausgerichtet, gingen ordentlich ├╝ber die B├╝hne. Da├č eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Sport durchaus positiv verlaufen kann, hat das Beispiel Basketball gezeigt. Rund 80 Mannschaften beteiligten sich an den Wettbewerben. Mehr als 800 Korbj├Ąger versenkten in f├╝nf Spielklassen die B├Ąlle in den Netzen. Der Andrang war derart gro├č, da├č die Gymnasien im Vorfeld Ausscheidungsrunden spielten. Keine Frage, der Basketball boomt gewaltig. F├╝r Turnierchef Rainer Liedtke, beim BC 69 mit einer ABM-Stelle f├╝r die Aktion Schule-Verein angestellt, keine ├ťberraschung. „Halle hat gro├če Traditionen im Basketball. Sportlehrer wie Dieter Winter aus der Humboldt-Sekundarschule oder Siegfried Marzian und Rainer Lisson aus dem S├╝dstadt- und Friesengymnasium, um nur einige zu nennen, f├Ârdern das Spiel im Unterricht. Ohne ihre Hilfe w├╝rden wir baden gehen.“ Hinzu kommt, da├č Basketball als Modesportart bei Jugendlichen hoch im Trend steht, weil Kleidung und Ausr├╝stung eben „cool“ sind. Da hat es der Kanurennsport wesentlich schwerer, obwohl gerade der Hallesche Kanu-Club eine vorbildliche Nachwuchsarbeit leistet. Sein Nachteil: die Anlage am Osendorfer See ist zwar ein beschauliches Fleckchen, liegt aber etwas weit weg vom Schu├č und ist f├╝r Kinder nur schwer erreichbar. Die Spiele interpretierte der HKC auf seine Art. Kurzerhand wurde die zweite Hallesche Sprintregatta, bei der 350 Kanuten aus 15 Vereinen um die Wette paddelten, in das Gro├čereignis integriert. „Wenn wir die Stadtsportspiele nur mit halleschen Clubs ausgetragen h├Ątten, w├Ąren unsere Athleten mit denen von Turbine allein gewesen. Die kennen sich in- und auswendig. Deshalb haben wir die Sache attraktiver gestaltet“, sagte Petra Kunitzsch, beim HKC so etwas wie die Mutter f├╝r alles. Traurig war ie nur dar├╝ber, da├č gerademal f├╝nf Nicht-Vereinsmitglieder in die Boote stiegen. Nach der Werbung, die in den Schulen gemacht wurde, ein ern├╝chterndes Ergebnis. Dieses Problem sind die Organisatoren im Fu├čball und Tanzen geschickt umgangen. Sie hatten die Spiele kurzerhand zu Stadtmeisterschaften erkl├Ąrt und freuten sich ├╝ber rege Beteiligung. Auf dem Sandanger bolzten ├╝ber 300 Kinder aus 23 Vereinen von der F- bis zur C-Jugend um die Wette. Die Motivation bei den Knirpsen war gro├č. Jubel und Tr├Ąnen geh├Ârten zur Tagesordnung. In der Eissporthalle wurden die Titel unter 17 Tanzpaaren vergeben. Allerdings schmorte der TC Schwarz-Silber im eigenen Saft, weil nur die M├Ądchen und Jungen des TC antraten, und die Spiele somit zu einer clubinternen Meisterschaft verk├╝mmerten. Auf dem Marktplatz stellte sich der hallesche Sport ein Armutszeugnis aus. Nur f├╝nf von 100 Vereinen nutzten die Vormittagsstunden am Sonnabend, um sich der Bev├Âlkerung zu pr├Ąsentieren und auf diesem Weg neue Mitglieder zu werben. „Dar├╝ber bin ich entt├Ąuscht. Es zeigt einmal mehr, da├č die Verantwortlichen in vielen Vereinen noch nicht begriffen haben, wie wichtig ├ľffentlichkeitsarbeit ist“, reagierte Steffen Forker, Pr├Ąsident des SSB, verschnupft. Die Ehre retteten jene f├╝nf Vereine, die gute Programme boten, Box-Weltmeister Zoltan Lunka, der Autogramme gab und viele Fragen beantwortete und nat├╝rlich Adi. Das Energieb├╝ndel aus Berlin begeisterte mit seiner Spielshow „Mach mit – Mach’s nach – Mach’s besser“ jung und alt. Thomas, Paul und Lorenz aus der Grundschule B├╝schdorf fanden Adi echt toll, weil „er fetzige Witze macht“. Ganz klar, Spa├č geh├Ârt auch zum Sport. ***Lecloux-Annotation*** 4 Fotos: H.P. Beyer