Tiger ziehen nach Schwerin, Drachenbootrennen: Rekorde am Osendorfer See РSpaß bis nach Mitternacht

Tiger ziehen nach Schwerin
Drachenbootrennen: Rekorde am Osendorfer See РSpaß bis nach Mitternacht
VON Gottfried Schalow, 29.05.05, 22:11h, aktualisiert 29.05.05, 22:13h

20 Sportler und dazu noch ein Trommler in jedem Boot sorgten f√ľr m√§chtiges Gedr√§nge beim Start auf dem Osendorfer See. 71 Teams waren bei br√ľtender Hitze bei der siebten Auflage der Drachenbootrennen als Vereins- oder Hobbymannschaft dabei. (MZ-Foto: Andreas L√∂ffler)
Archiv: ¬ęKanu-Tigers¬Ľ wollen die Z√§hne zeigenEXTERNE LINKS

Hallescher Kanu-Club 54

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Halle/MZ.¬† Das einzig Nervige war am Wochenende die Suche nach einer Parkm√∂glichkeit. Wegen der alle Erwartungen √ľbersteigenden Teilnehmerzahl waren die verf√ľgbaren Pl√§tze rund um den Osendorfer See beizeiten dicht, schwei√ütreibende Fu√üm√§rsche waren die Folge. „Bei 75 gemeldeten Mannschaften mussten wir die Notbremse ziehen“, gab Organisations-Chefin Uta Piltz zu, „mehr h√§tten wir bei unserem engen Zeitplan nicht an den Start bringen k√∂nnen.“ Die Gesamtzahl von 3 000 Drachenbootfahrern und Zuschauern war auch so ein neuer Rekord bei der gr√∂√üten wassersportlichen Veranstaltung Sachsen-Anhalts.

Die Hauptrolle geh√∂rte zun√§chst den Kanu-Tigers vom gastgebenden HKC 54. Bei den Deutschen Meisterschaften im Vorjahr hatten sie sich schon f√ľr die Weltmeisterschaft vom 19. bis 22. Juli in Schwerin qualifiziert und meisterten vor heimischem Publikum auch die Generalprobe. Vor den S√§chsi Dragons wurden beide L√§ufe √ľber 250 und 100 Meter gewonnen.

„Ich sitze erst seit zwei Jahren im Boot und kann schon an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Unglaublich“, freut sich die angehende Physiotherapeutin Stefanie Henneberger mit den 19 weiteren Tigern auf das bevorstehende Fest. Der Aufwand daf√ľr war bis jetzt schon enorm, unter anderem mit einem Wintertrainingslager im tschechischen Nove Mesto, zum Kraftakt wird noch die Finanzierung der WM-Teilnahme. „Eine kostspielige √úbernachtung brauchen wir nicht, im Zelt sind wir viel besser aufgehoben. Trotzdem m√ľssen vier Tage lang fast 30 Leute versorgt werden“, rechnet Trainer Matthias Neubert. Deshalb hat der HKC extra zum Drachenbootfest jede Menge Kuchen gebacken, um mit dem Erl√∂s die Reisekasse aufzubessern.

Genauso ernsthaft ging es bei den anschlie√üenden Rennen der Hobbymannschaften zu. „Wir haben noch eine zus√§tzliche Trainingseinheit eingelegt und sogar einen eigenen Trommler angelernt“, berichtete Heike Spranger, die mit dem „Gummientchen-Fanclub“ angetreten war, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Drei Generationen zwischen 17 und 69 Jahren sa√üen im Boot mit Startern aus Bad D√ľrrenberg, Leipzig und Gro√ükorbetha. √úberlegen wurden vom ersten Vorlauf an alle Rennen gewonnen, das Finale vor den Burgdrachen und den R√ľckw√§rtsfahrern. Danach wurde ausgelassen bis weit nach Mitternacht gefeiert.