Rollstuhlbasketballturnier

28. August 2026

2026 – Und wieder die Rollis am Osendorfer See.

Inzwischen gehören Menschen mit Handicap zum „Stadtbild“ im positiven Sinne. Der Blindenstock, die Beinprothese oder der Rollstuhl sind nichts Besonderes mehr.  Und der Para-Sport hat sich zu einem festen Bestandteil der Sportbewegung in unserem Land etabliert.

Die Ausnahme ist quasi zur Normalität geworden.

Und so treffen sich auch jedes Jahr Rollstuhlbasketballer, deren Angehörige sowie viele Gäste am Osendorfer See. Der See bietet mit seinen modernen barrierefreien Bebauungen und einer tollen landschaftlichen Kulisse optimale Bedingungen für solch eine Veranstaltung, die in diesem Jahr durch eine Förderung des Stadtsportbund Halle möglich gemacht wurde.

Die Gäste verfolgen mit Interesse schon die Vorbereitung der Athleten auf das Spiel. Bei aller Normalität ist dennoch ein für den jeweiligen Sportler angepasster Sportrollstuhl nicht unbedingt alltäglich und lässt auch dadurch manchen Zuschauer ins Staunen kommen.

Und spätestens, wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, sind alle mit Enthusiasmus dabei – die Athleten selbst mit einem unschlagbaren Siegeswillen, die Gäste mit anfeuernden Rufen und viel Applaus.

Das Turnier war in diesem Jahr, am 08.August, mit drei Mannschaften besetzt.

Leipzig

Wittgensdorf

Magdeburg

Das Schiedsrichterteam achtete genau auf die Einhaltung der klassischen Basketballregeln.

Den Sieg haben sich die Magdeburger hart erkämpft, wobei anzumerken ist, dass ein Spieler der Leipziger „Rising Tigers“ aufgrund technischer Probleme bei Magdeburg zum Einsatz kam. So zeigte sich wie so oft, dass bei diesem Event nicht die sportliche Konkurrenz, sondern die Kameradschaft und das sportliche Miteinander im Vordergrund stehen.

So fanden auch die Spiele am Nachmittag ausschließlich aus Spaß an der Freude statt. Die Teams wurden ungeachtet ihrer Mannschaftszugehörigkeit individuell zusammengestellt. Viele Spieler kennen sich seit Jahren und haben meist gegeneinander gespielt. Nun wurde wild durcheinandergemischt.

Das machte nicht nur den Spielern sehr viel Spaß, sondern auch den Zuschauern, die begeistert, teilweise mit lautem Zuspruch, bis zur letzten Sekunde jeden Korb und jedes Team bejubelt haben.

Was wäre ein sportliches Event am Osendorfer See, wenn nicht auch die Möglichkeit der gleichzeitigen Nutzung der Wasserfahrzeuge des HKC bestehen würde?

Vom Rennboot über Kajak bis hin zu einer rasanten Motorbootfahrt bis in die letzten Ecken unseres herrlichen Sees war alles möglich.

Im Hintergrund eines solchen Tages stehen die Vereinsmitglieder des HKC.

Ein einfaches Dankeschön ist eigentlich nicht genug. Es ist Wahnsinn, was die vielen aktiven Leute vor Ort leisten.

Das beginnt schon Wochen vorher mit der Vorbereitung des Events.

Am Veranstaltungstag selbst stehen der Aufbau der Pavillons, Tische, Bänke usw., die Versorgung und schließlich der Abbau auf dem Plan.

Die Helfer, die den Para-Athleten zur Verfügung stehen, sind unermüdlich im Einsatz. Und nicht zu vergessen natürlich die fleißigen Helferinnen in der Küche und der „Grillmeister“, die die ganztägige Versorgung mit Speisen und Getränken abgesichert haben.

Die vielen Gespräche während und nach der Veranstaltung machten wieder einmal deutlich, dass die tolle Mischung von Basketball, Wassersport und Geselligkeit einfach perfekt ist.

Ab wann kann man von einer Tradition sprechen? In diesem Fall geht es gut über die Lippen, denn dieses Rolli-Event findet seit vielen Jahren im August statt.

Ja, es ist zur Tradition geworden und soll, wenn es nach dem Willen der Athleten und der ca. 60 Gäste geht, auf jeden Fall fortgeführt werden, so dass es auch im nächsten Jahr wieder heißt: „Die Rollis am Osendorfer See“.