Es wird ABGEPUMPT

 

Die Verantwortlichen der Stadt Halle haben heute in der Beigeordnetenkonferenz in Halle für die Gefahrenabwehr entschieden, und damit auch für den Kanu-Rennsport in Osendorf! Das Abpumpen beginnt im August und wenn der Pegel wieder auf den vorherigen Stand ist, muss neu geprüft werden ob das Gelände sicher ist. Dann hoffen wir mal, drücken die Daumen und bleiben bis dahin im Ausweichquartier.

Bericht Hallespektrum.de

http://hallespektrum.de/nachrichten/vermischtes/osendorfer-see-soll-wieder-abgepumpt-werden/57098/

23. Juli 2013 12:11

Osendorfer See soll wieder abgepumpt werden

Die Stadtverwaltung will den Wasserpegel des Osendorfer See wieder auf das alte Niveau absenken. Das erklärte die Stadtverwaltung am Dienstag auf der Beigeordnetenkonferenz.

Laut Steffen Johannemann habe es zuvor eine Beratung mit dem Land gegeben. „Aus Gefahrenabwehrgründen“ solle so schnell als möglich der Ausgangswasserpegel hergestellt werden. Das sei nötig, „um sichere Verhältnisse zu schaffen“, so Johannemann, und zudem Voraussetzung für eine Wiederansiedlung der Vereine. Der Hallesche Kanu-Club 54, der Drachenbootverein und die Feldbogengilde sind betroffen. Ihre Räumlichkeiten stehen unter Wasser. Eine Ausschreibung solle schnellstmöglich erfolgen.

Johannemann rechnet mit Kosten von 100.000 bis 200.000 Euro. Es gebe aber keine andere Möglichkeit. Lasse mal alles wie aktuell, dann müsste man den See weiträumig absperren, Straße und den Fluss Reide umleiten. Auch Grundwasserprobleme in Kanena und Osendorf würden auftreten.

Die Stadt hofft auf Mittel aus dem Fluthilfefond. „Das ist ein klassisches Thema Flutschaden“, sagte Planungsdezernent Uwe Stäglin. Die Sanierung der Böschung habe man beim Land als Flutschaden angemeldet. Problem sei, dass die Richtlinien für die Verwendung der Flutgelder erst im August vorliegen. Daneben müsse man sich auch verwaltungsintern beraten, wie es weitergeht. Das Abpumpen wird derzeit über den Bereich Sport finanziert. „Wir müssen gucken, wie man in Zukunft das Thema Wasserhaltung organisiert“, so Stäglin.

Weil das Gelände früheres Bergbaugebiet ist, regte Gesundheitsdezernent Tobias Kogge zudem an, die Wasserqualität zu prüfen. So könnten aus den Böschungen Schadstoffe ausgewaschen worden sein.

Bis der See wieder nutzbar ist, wird es aber noch dauern. Das Bergbauamt hat eine wöchentliche Abpumpleistung von maximal 10 Zentimetern genehmigt.. Derzeit liegt der Wasserstand fünf Meter höher als normal. Seit Jahrzehnten wird der Osendorfer See künstlich 9 Meter unter dem Grundwasserpegel gehalten. Durch einen Dammbruch an der Reide war der See Anfang Juni vollgelaufen.