Seefreigabe Рwir haben die Bestätigung

Seefreigabe Рwir haben die Bestätigung

Wieder Training auf dem Osendorfer See möglich. 

Am 26. April dieses Jahres hat¬†Robin Preu√üler,¬†der 1. Vorsitzende des Halleschen Kanu-Clubs 54 e.V.,¬†die Zusatzvereinbarung mit der Stadt Halle (S.) √ľber die Teilfreigabe des Osendorfer Sees unterzeichnet.¬†Der im S√ľdwesten der Stadt gelegene ehemalige Braunkohletagebau wird seit 1954 vom Halleschen Kanu-Club als Trainings- und Wettkampfst√§tte genutzt. Seit 2007 geh√∂rt auch ein Drachenbootverein zu den Nutzern. Der vom Grundwasser gespeiste See, der keinen nat√ľrlichen Abfluss besitzt und deshalb durch Abpumpen auf einem bestimmten Level gehalten werden muss,¬†ist im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe des Jahres 2013 um √ľber 5 m angestiegen. Dabei wurden die in Ufern√§he gelegenen Geb√§ude der beiden Vereine¬†(samt Pumpengeb√§ude)¬†unter Wasser gesetzt und die Einrichtungen der Regattastrecke zerst√∂rt.¬†Der See und die Geb√§ude der beiden Vereine mussten aus Sicherheitsgr√ľnden vom Landesamt f√ľr Geologie und Bergwesen gesperrt werden. Die nicht vom Hochwasser betroffenen h√∂her gelegenen Geb√§ude des HKC 54 durften nach dem Abpumpen der¬†√ľber dem Level befindlichen Wassermenge seit 2015 wieder genutzt werden.

Mit¬†der Teilfreigabe der Seefl√§che¬†ist endlich ein wichtiges Teilziel hinsichtlich der Nutzung der Trainingsst√§tte¬†erreichtworden.¬†Daf√ľr ist vor allen anderen Robin Preu√üler (1.Vorsitzender) zu danken, der unerm√ľdlich und mit allen Kr√§ften daf√ľr Sorge getragen hat, dass die M√ľhlsteine der st√§dtischen B√ľrokratie ein wenig mehr Schwung erhalten haben.¬†Immerhin waren es gesch√§tzte 1060 Tage, an denen¬†das¬†Training am¬†im Osten der Stadt gelegenen¬†Hufeisensee unter schwierigsten Bedingungen absolviert werden¬†en musste. Wir danken den beiden Vereinen¬†Kutterruderer und dem Wasserski-Verein am Hufeisensee,¬†f√ľr die freundliche Aufnahme unserer Kanuten.

Es werden zwar noch einige Monate, vielleicht auch Jahre¬†ins Land gehen, bevor die erste Regatta auf dem Osendorfer See stattfinden kann, zumindest aber ist das Training auf dem See f√ľr¬†die Sportler¬†nunmehr m√∂glich.

Leider haben¬†die HKC-Kanuten¬†die Seefreigabe¬†bereits¬†f√ľr das¬†Anfang April¬†geplante¬†Anpaddeln¬†nicht¬†erwirken¬†k√∂nnen. Dennoch soll auf diese traditionelle Feierlichkeit nicht verzichtet werden. Sie¬†wird¬†am 21. Mai stattfinden.

Dazu laden wir sie jetzt schon recht herzlich ein.

F√ľr die Wiederherstellung von Geb√§uden und Regattastrecke hat die Stadt Halle Gelder aus dem Fluthilfefond beantragt. Sobald diese bewilligt sind, kann mit dem Abriss der¬†zerst√∂rten¬†Geb√§ude und dem Wiederaufbau begonnen werden. Von einem Planungsb√ľro wurden in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Halleschen KC bzw. des Drachenbootvereins die Platzierung, die Geb√§udeaufteilung und¬†einrichtung¬†usw. erarbeitet. Etwa Ende 2017 oder Fr√ľhjahr 2018, so die vorsichtigen Sch√§tzungen, kann die neue Trainingsst√§tte bezogen werden.

Wir danken allen Freunden, Sponsoren, Unterst√ľtzern f√ľr Ihre Hilfe und treue.

DANKE

Hans-Joachim Kertscher

Präsident des HKC 54 e.V.

Alte Berichte zum Hochwasser zur Information
Zeitungsbericht von 28.04.2016 dazu MZ-Web.de

Halle

Halles letzte Flutopfer kehren zur√ľck

HOCHWASSERFOLGEN Nach fast drei Jahren ist der Osendorfer See wieder freigegeben. Kanusportler setzen Boote ins Wasser.

VON MICHAEL FALGOWSKI

HALLE/MZ¬†– Um ganze f√ľnf Meter ist beim Hochwasser vor fast drei Jahren der Spiegel des Osendorfer Sees gestiegen. Das Wasser zerst√∂rte auch vor allem die Anlage des Kanusportvereins Halle 54. Die Wassersportler sind so etwas wie Halles letzte Flutopfer geworden, denn der Osendorfer See war seither gesperrt; niemand durfte die B√∂schung des einstigen Tagebau-lochs betreten. Gestern haben die Kanuten aber zum ersten Mal wieder ihre Boote in den Osendorfer eingesetzt: Denn zum 20. April hatte das Landesamt f√ľr Geologie und Bergwesen das Nutzungsverbot f√ľr den See aufgehoben. Die vorl√§ufige Freigabe bezieht sich zwar nur auf einen Uferabschnitt im S√ľden des Osendorfer Sees. Damit ist aber erstmals der Zugang zur Wasserfl√§che gew√§hrleistet.

Das offizielle „Anpaddeln“ am Mittwochabend war ein sehr emotionaler Moment, auch f√ľr den Vereinsvorsitzenden Robin Preu√üler. Trotz des schlechten Wetters wurde beim ersten Training das angestammte Revier in Besitz genommen. „√úber tausend Tage war unsere Anlage gesperrt. Dass wir diese Zeit als Verein √ľberlebt haben, ist eine wirklich gro√üartige Leistung unserer Mitglieder“, sagt Robin Preu√üler. Am Dienstag hat der Vereinschef mit der Kommune als dem Eigent√ľmer der Sportanlage zun√§chst einen Vertrag zur einer Interimsnutzung unterschrieben.

W√§hrend der dreij√§hrigen Pause war die Zahl der Vereinsmitglieder zwischenzeitlich von einst 160 auf unter hundert gesunken. Heute aber sind es wieder 115 Knausportler, die die Durststrecke ohne eigene Anlagen gemeinsam √ľberstanden haben. „Ich denke, wir sind als Verein durch diese Katastrophe sogar zusammenger√ľckt“, sagt Preu√üler. Beim Fr√ľhjahrsputz am vergangen Wochenende haben 80 Leute geholfen. Ausdr√ľcklich bedankt er sich beim Kutterruder-Verein und dem Wasserski-Verein am Hufeisensee, wo man ein Ausweichdomizil gefunden hatte. Doch ideal sei dies eben nicht gewesen.

Die Freude, wieder auf der eigenen Regatta-Strecke auf dem Osendorfer See trainieren zu k√∂nnen, wird f√ľr die Kanuten und f√ľr den benachbarten Drachenboot-Verein auch dadurch nicht getr√ľbt, dass gro√üe Teile des Vereinsgel√§ndes noch immer nicht betreten werden d√ľrfen. Auch Veranstaltungen und Wettk√§mpfe sind nicht gestattet, und die Uferbereiche au√üerhalb der freigegebenen Fl√§chen d√ľrfen weiterhin weder befahren noch betreten werden.

Im Juni 2013 war oberhalb des Osendorfer Sees ein kleiner Damm gebrochen und das Pumpenh√§uschen wurde √ľberschwemmt. Die Pumpe, die seit rund 60 Jahren den Wasserspiegel in dem See ohne Abfluss k√ľnstlich auf dem Level von 74 Metern h√§lt, wurde zerst√∂rt: Der See lief √ľber. Um die nach Monaten Hochwasser vollgesogene B√∂schung nicht zu gef√§hrden, konnten die zwei Millionen Kubikmeter Wasser nur langsam abgepumpt werden. Mehr als ein Jahr dauerte es, das Tagebauloch wieder auf Normalh√∂he zu bringen. Erst danach wurden die Sch√§den sichtbar. Und sind es bis heute. Noch immer sind die Bootsh√§user und Geb√§ude abrissreif. Auch fast alle gro√üen B√§ume am Wasser mussten 2014 gef√§llt werden, sie waren abgestorben. Alles stand standen monatelang im Wasser, nicht nur Tage, wie andernorts in der Halle – im Juni vor drei Jahren.

Die Stadt hat 6,5 Millionen Euro Fluthilfe f√ľr Abriss und Wiederaufbau beantragt. Wenn dar√ľber positiv beschieden wird, sollen die Arbeiten laut Stadtverwaltung von Ende 2016 bis Anfang 2018 ausgef√ľhrt werden – eine lange Zeit. Dass aber die Regattastrecke wieder genutzt werden kann, nehmen die Kanusportler als Ermutigung.

„Der Verein ist durch diese Katastrophe zusammenger√ľckt.“

Robin Preußler

Vereinsvorsitzender

2016-03-28 14.57.56 2016-03-26 01.49.48 2016-03-26 01.49.44 2016-03-19 15.27.09 2016-03-12 16.07.52 2016-03-08 16.24.58 2016-02-26 16.19.43 2012-04-10 19.11.17