Sieben LKV Sportler aus Sachsen-Anhalt im Weltmeisterteam der deutschen Junioren im Mixed-Drachen

Das Wetter zeigte sich in Szeged (Ungarn) von seiner besten Seite. Sonne und Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad machten es den sechs halleschen Sportlern leicht, ihre heimischen, vom Regen geplagten Gefilde zu verlassen. Sie gehörten zur Juniorenauswahl Deutschlands (Deutscher Kanu Verband), die vom vergangenen Dienstag bis zum Montag in der ungarischen Hochburg des Drachenbootsports ihre Weltmeisterschaften absolvierten. Anne Katrin Schmidt, Lukas Reinicke und Alexander Strehle vom Kanu Verein 96 Halle und Vivien Grumbach, Philip Busse und Mathias Neubert (Steuermann) vom Halleschen Kanu Club 54 saßen im Boot, das im Sprint über 200 Meter als erstes die Ziellinie überfuhr – Weltmeister also. Vor 5000 Zuschauern, auch das Fernsehen übertrug live, siegten sie vor den hoch favorisierten Ungarn, die sich dann jedoch über 500 und 2000 Meter revanchierten und ihre deutschen Gegner jeweils auf die zweiten Plätze verwiesen.

 

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WM Titel über 200m und Vizeweltmeister über 500m und 2000m des deutschen Junioren Mixed Teams in der Kanu Hochburg Szeged/Ungarn

3 Sonnige Wettkampftage /30-35 Grad/ liegen hinter den 6 Halleschen Sportlern, die zur Juniorenauswahl Deutschlands des Deutschen Kanu Verbandes am vergangenen Dienstag bis Montag morgen aufgebrochen waren.

Anne Katrin Schmidt, Lukas Reinicke und Alexander Strehle vom Kanu Verein 96 Halle und Vivien Grumbach, Philip Busse und Mathias Neubert(als Steuermann) vom Halleschen Kanu Club 54 waren aus Hallescher Sicht im Boot. Leider wusste zu dem Zeitpunkt noch keiner den genauen Rennplan und die zu erwartenden Gegner. Es waren Russland, Ukraine und Ungarn im Gespräch.

Nach einer tollen Eröffnungszeremonie am Donnerstagabend mit abschließendem Feuerwerk wurde die WM mit den 500m Vorläufen am Freitag Vormittag begonnen. Die beiden Zeitläufe wurden hinter Ungarn ins Ziel gefahren. ( es wurden über die 200 und 500m Strecken 3 Zeitläufe ausgefahren, die am Ende zusammengerechnet den Sieger hervorbrachten) Leider haben sich die zusagen von Russland ( nur 10 Junioren angereist) und Ukraine nicht bestätigt.

Der 1 Zeitlauf über 200m wurde zwar äußerst knapp mit 0,072 sek verloren, doch konnte Mut für die 2 weiteren Zeitläufe geschöpft werden. Am Samstag morgen wurde der 2te Zeitlauf über 200m mit 0,45 sek gewonnen, dies bedeutete, das das Junioren Team nun erstmal vor den Ungarn lag, auch war es im gesamten Wettkampf das erste Rennen das überhaupt ein ungarisches Boot verloren hat, die Dominanz der Ungarn in allen Rennklassen war riesig denn sie konnten pro Wettkampfklasse ein eigenes Team stellen, wobei andere Nationen Doppelbelastungen fuhren.

Sonntag: tag der Entscheidung, wer könnte nach dem Samstag (nur Ungarische Hymnen bei der Siegerehrung) die „ großen Ungarn“ schlagen?

WIR! Das Junioren Team aus Deutschland, nach einer sehr guten Vorbereitung konnte vom Start an gezeigt werden, das wir den Titel nicht mehr hergeben werden und die endlich einmal die deutsche Hymne in der Kanu Hochburg schlechthin zu hören. Etwa 5000 Zuschauer am Ufer feuerten Lautstark die Heimmannschaft an, jedoch waren auch alle verfügbaren Mitglieder des deutschen Teams zur Tribühne zum anfeuern gekommen. Selbst im Internet, per Livestream konnte man alle Rennen verfolgen. So auch viele Eltern und Verwandte.

Der Jubel war Riesengroß als auch der dritte Lauf mit fast 0,5 sekunden vorsprung gewonnen wurde. Standing ovations im deutschen Team machten allen Mut für die weiteren Entscheidungen. Selbst die Iraner, Italiener und Franzosen zeigten ihre Anerkennung und wollten mit den Ungarn bezwingern Fotos.

Am Nachmittag folgte dann noch das 2000m Verfolgungsrennen, das jedoch mit 17 sekunden Rückstand verloren wurde. Die Ausdauer der angefressenen Ungarn war nichts entgegenzusetzen.

Nach den Siegerehrungen begannen fast alle Sportler der Nationen Trikottauschs untereinander zu machen. Besonders die Iranischen Hemden waren beliebt. (diese trainieren seit 10 Monaten auf diese WM hin und sind mit die ersten bezahlten Drachenbootsportler der Welt. Von früh bis abend paddeln und akribische Vorbereitung brachten auch erfolg, sie konnten mit 2 und 3 Plätzen überzeugen! Pro Medaillie erhalten diese Siegprämien und Ausbildungen.)

Teilnehmende Nationen USA, Canada, Japan, Korea, Russland, Deutschland, Ungarn, Schweiz, Iran, Ukraine, Slovakei, Italien, Frankreich,

Mit freundlichen Grüßen Mathias Neubert

Sportwart Hallescher Kanu Club 54

0174-9798488

quelle. Kanu.de

29. August 2010 | Kanu-Drachenboot

DKV Team holt fünf Medaillen über 500 Meter

Nachdem gestern die Vorläufe in den Distanzen 200 und 500 Meter gefahren worden sind, ging es heute in den Halbfinals und Endläufen um die Entscheidungen auf der Mittelstrecke. Das DKV-Team errang drei Silber- und zwei Bronzemedaillen und geht somit hoch motiviert in die morgigen Entscheidungen. Vor allem auf der Langstrecke über 2.000 Meter rechnet man sich einiges aus.

DKV Team holt fünf Medaillen über 500 Meter

Foto: Martina Koch

Zu Beginn des heutigen Tages war allen klar, dass die überragenden Ungarn das Rennen machen würden. Zu deutlich hatte sich gestern gezeigt, dass das Team einfach in einer ganz eigenen Liga spielt. Und so kam es auch. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurden die Anhänger des deutschen Teams heute Zeuge davon, wie das Gastgeberland gleich nach dem Start den anderen Mannschaften davon fuhr. Was zwar faszinierend aussah, bedeutete auch jedes Mal eine bittere Niederlage für das eigene Team. Aber die DKV-Paddler ließen sich nicht unterkriegen und kämpften verbissen gegen die Gegner und die eigenen Nerven an und wurden auch belohnt. Bei den Masters Herren platzte der Knoten zuerst, sie fuhren vor der Ukraine auf Platz zwei. Das Mixed Team der Altersklasse tat es ihnen gleich und erreichte ebenfalls die Silbermedaille. Nachdem die Jugendlichen in der gemischten Klasse auch auf dem zweiten Platz gelandet waren, geriet das Senioren Team etwas unter Druck. Sollten sie wirklich als einzige Altersklasse ohne Medaille über die 500 Meter Strecke nach Hause fahren? Die Paddler mobilisierten noch einmal alle Kräfte und es gelang, woran keiner mehr geglaubt hatte: Bronze bei den Damen und im Mixed. Teamchef Jörg Gentner freute sich: „Das Ding ist im Sack!“

Nachdem gestern die Sonne vom Himmel brannte, war es heute überwiegend bedeckt, nachmittags nieselte es. Der Wetterbericht hat für morgen Regen angesagt, aber das sollte einen deutschen Paddler nicht stören, zumal die Paradedistanz der Deutschen gefahren wird, die 2.000 Meter Langstrecke mit drei Wenden. Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster wenn man behauptet, dass die DKV-Steuerleute zu den Besten ihres Faches in dieser Disziplin gehören. Man kann also gespannt sein, was passiert.

Sämtliche Ergebnisse finden Sie unter www.kajakkenusport.hu/sarkanyhajovilagbajnoksag/en.

28. August 2010 | Kanu-Drachenboot

Noch keine Entscheidung bei Weltmeisterschaften

Heute ging es hoch her auf der Wettkampfstrecke im ungarischen Szeged während der Drachenboot Weltmeisterschaften, doch trotz fast 40 Rennen gab es während des ersten Wettkampftages noch keine Entscheidung.

Noch keine Entscheidung bei Weltmeisterschaften

Foto: Martina Koch

Gefahren wurden die Vor- bzw. ersten beiden Zeitläufe auf den 200 und 500 Meter Strecken sämtlicher Alters- und Mannschaftsklassen. Dann um 11 Uhr war es endlich soweit, die von vielen mit großem Interesse erwarteten Rennen der Kleinboote, der sogenannten 10-Sitzer, begannen. Nach einem ersten Auftauchen der Kleinboote vor einigen Jahren während der Weltmeisterschaften 2006, wurde der Einsatz dieser Boote nicht weiter verfolgt. Doch nun hat der ICF seine Bemühungen um diese Bootsklasse verstärkt und vergibt im Rahmen der diesjährigen Weltmeisterschaften Titel in der Seniorenklasse, allerdings nur auf der 200 Meter Distanz. 26 Teams starten in den Kategorien Damen, Herren und Mixed, das zeigt, dass dieses Boot sehr gut angenommen wird.
Die automatische Startanlage, die erstmals auf einer Drachenbootregatta zum Einsatz kommt, funktionierte tadellos. Nach dem gestrigen Training wussten alle Teams und Steuerleute wie das Boot in den Startschuh zu manövrieren und der ständige Kontakt zwischen Kopf und Schuh zu halten ist. Chef-Starter Jens Kroll gab allerdings zu bedenken, dass den ganzen Tag Windstille herrschte und dass es noch recht spannend werden könnte, wenn die Boote bei Seitenwind im Startschuh gehalten werden müssen. Hier wird die Praxis zeigen, wie praktikabel diese Startvorrichtung für Drachenboote ist.
Insgesamt zeigte sich heute einmal mehr die Dominanz der Teams aus Ungarn und Russland, es gibt einfach kein Mittel gegen diese Teams. Morgen wird sich zeigen, ob die deutschen Teams noch Boden gut machen können und evtl. bei den 500 Meter Entscheidungen mit auf dem Treppchen stehen können.

Sämtliche Ergebnisse gibt es unter www.kajakkenusport.hu/sarkanyhajovilagbajnoksag/en.

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