Sommerstimmung auf dem Osendorfer See

Das sommerliche Wochenende brachte noch einmal den Osendorfer See zum Kochen. Neben den Wettbewerben im Sprint der Rennkanuten ĂŒber 200 Meter gab es Drachenbootrennen in den verschiedensten Altersklassen. Zudem trugen die Mediziner aus Halle und Umgebung ihren zweiten Medi Cup aus. Aber nicht nur dies: Freizeitsportler konnten im Wanderboot ihre KrĂ€fte messen und Kanuten-Muttis und -Vatis ließen es sich nicht nehmen, im Generationenboot mit ihren Sprösslingen an den Start zu gehen. Die jĂŒngste Paddlerin, gerade mal fĂŒnf Jahre alt, war Leonie Hafenrichter aus Rosenthal und als jĂŒngster Paddler (sechs Jahre) entpuppte sich Florian Schwarz vom Halleschen Kanu-Club. Auf beachtliche 67 Jahre konnte der Ă€lteste Teilnehmer der Rennkanuten verweisen. Es war Klaus Kraft von den Wurzener Kanuten.

Und wem das Wasser nicht zusagte, der konnte sich im Bierkastenstapeln oder in der HĂŒpfburg ĂŒben. Doch der Reihe nach. Das Gros der Teilnehmer stellten die Drachenbootpaddler, von denen ĂŒber zwanzig Teams (je Team 18 Paddler) an den Start gingen. Hier siegten im Fun Mixed der Senioren „Flying Dutchman vor den Hoffis Teutschenthaler Drachen“ und GP Genialen Paddlern. Den Medi Cup, heiß umkĂ€mpft von neun Teams, entschieden die „Laxantien“ von der Uniklinik fĂŒr sich. Zweite wurden die Paddler von der Notaufnahme Bergmannstrost vor den „Freibeutern aller Kassen“ (Medicum Halle-Kröllwitz). Den Preis fĂŒr die beste KostĂŒmierung gewannen die Frauen und MĂ€nner „BGH Charmant“, die sich im HĂ€sslich-Look prĂ€sentierten, gefolgt von den „Neuronen“ (beide Bergmannstrost Klinik Halle).

Die Wettbewerbe der Offenen Landesmeisterschaften im Drachenbootsport (Landeskanuverband Sachsen-Anhalt) gewannen bei den Senioren Mixed in der Kombination der Strecken 500, 200 und 100 Meter die „Riesendrachen“ (Riesa) vor den „Kanu Tigers“ (Renngemeinschaft Sachsen-Anhalt) und den „Feuerteufeln“ von dem gastgebenden Halleschen Kanu-Club 54 e.V. Über 2000 Meter revanchierten sich die „Kanu Tigers“. Sie wurden Landesmeister vor den „Riesendrachen“ und „Draco Jenensis (Jena). Die WettkĂ€mpfe der Junioren Mixed konnten die „Kanu Tigers“ sowohl in der Kombination als auch ĂŒber 2000 Meter fĂŒr sich entscheiden.

Am Samstagabend fand eine tolle Siegerehrung statt, die, zu den KlĂ€ngen der Wassermusik, Georg Friedrich HĂ€ndel (alias Gerd Micheel), assistiert von Christian Weiß (Regionalleiter der AOK), vornahmen. Beide verabschiedeten zudem die Sachsen-Anhalter Teilnehmer an den Drachbootweltmeisterschaften, die am folgenden Wochenende in Szeged ausgetragen werden.

Ein wenig im Schatten blieben bei so viel Drachen-Power die WettkĂ€mpfe im Sprint der Rennkanuten. Hier waren die Rennen der Herren (Leistungsklasse) am stĂ€rksten besetzt. Vor allem die Kanuten aus Jena und Mittweida nutzten die Gelegenheit, um ihrer Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Rennkanuten, die ab Dienstag in Köln ausgetragen werden, den letzten Schliff zu geben. Die Mannschaftswertung gewannen hier die Kanuten vom Halleschen Kanu-Club (142 Punkte) vor Rosenthal (111 Punkte) und dem USC Jena (101 Punkte). Erste PlĂ€tze fĂŒr den Gastgeber belegten im Einerkajak: Lucas Kötter (SchĂŒler A), Charlotte Dykstra (SchĂŒler B), Jonas Gölicke (SchĂŒler B), Philipp Busse (mĂ€nnliche Jugend), Falko Döbel (AK B), Ronald Rödel (AK C); im Zweierkajak: Steffen Iselt/Michaela Iselt (AK Mixed), Falko Döbel/Steffen Iselt (AK); Zweierkanadier: Mathias Neubert/Hardy Schneider; Viererkajak: Steffen Iselt/Ronald Rödel/Hans-Joachim Kertscher/Wolfgang Pach (AK); Helga Freund/Ina FĂŒlle/Wolfgang Pach/Ronald Rödel.


(Ivo Petzold) (Mathias Heine)

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