MZ BTF: Einheimische Kanuten werden im Drachenboot der „Kanu Tigers Halle“ Weltmeister

14.06.2007

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Ressort: BITTERFELD

 

Sextett kehrt mit Gold zur├╝ck

Gerardmer/Halle/MZ. Die hochfliegenden Tr├Ąume des „Drachens“ vom Osendorfer See sind in Erf├╝llung gegangen. Bei der zweiten Club-WM im Drachenbootfahren in Frankreich verteidigten die „Kanu-Tigers“ vom Halleschen Kanuclub (HKC 54) ihre Vorjahrestitel – und das mit Sandersdorfer, Friedersdorfer und einem Je├čnitzer Kanuten an Bord. Die Kr├Ânung: In Gerardmer – gelegen zwischen Strasbourg und Mulhouse – paddelte die Besatzung zu sechs der insgesamt zw├Âlf deutschen Goldmedaillen. Vier Mal lag das Boot vom VfK Wuppertal vorn, je einmal der WSV Rheingau und die Damen des WSV Hessen. Als sch├Ąrfste Konkurrenten der Deutschen erwiesen sich die Schweizer mit acht Titeln und Russland (zwei). Mit Ungarn und ├ľsterreich waren es dann f├╝nf Nationen, welche die Titel in diesem Jahr unter sich aufteilten.

Zw├Âlf Nationen

An jedem Tag des Championats, an dem Teams aus zw├Âlf Nationen teilnahmen (sogar aus Togo), fuhren die Kanu-Tigers zwei Mal als Erster ├╝ber die Ziellinie und sorgten damit f├╝r die deutsche Dominanz im Nachwuchs-Bereich. So gab es Gold sowohl im Juniorrennen ├╝ber 200, 500 und 1 000 Meter als auch im Junior-Mix ├╝ber die gleichen Distanzen. Tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung erhielten die Hallenser Insassen von befreundeten Sportlern aus Riesa, D├Âbeln, Je├čnitz, Friedersdorf, Calbe, Friedrichshafen und Sandersdorf. F├╝r den WSC Friedersdorf sa├čen Julian Wengzinek (18 Jahre), Vincent Spott (18) und Markus Wolf (18) im Boot, der Kanuclub Je├čnitz hatte den ebenfalls 18-j├Ąhrigen Paul Martini nach Frankreich gesandt. Das Sextett wurde durch Maria Gramsch und Isabelle G├╝nther (beide 17 Jahre) vom Sandersdorfer Kanuverein komplettiert. Los ging die Reise gen Westen f├╝r alle Sportler, Trainer und Betreuer bereits am Donnerstagfr├╝h – da konnte noch niemand ahnen, dass die Kanuten aus dem Landkreis Bitterfeld als mehrfache Weltmeister wieder in ihre Heimat zur├╝ckkehren w├╝rden.

Im August EM

„Wir sind stolz, dass sie den Sprung nach ganz oben geschafft haben“, meinte stellvertretend f├╝r das tolle Abschneiden Lutz Wilke, Chef des Sandersdorfer Kanuvereins. ├ťberhaupt stellte die 2. WM einen Quantensprung in der Entwicklung des Drachenbootsportes dar. Das beste Beispiel daf├╝r waren die Gastgeber. Frankreich, ein Land das in der Vergangenheit bei den Finals nur Zaungast war, holte nun im Seniors Women Bereich die Bronzemedaille und es wurde pl├Âtzlich klar, wie schnell sich der Drachenbootsport in den letzten Jahren innerhalb Europas zum Leistungssport entwickelt hat. Diese Entwicklung wird stetig vorangehen und d├╝rfte mit der Europameisterschaft in Brandenburg im August ganz sicher einen weiteren H├Âhepunkt erreichen.