Hallesche Sportler feiern Weihnachten Die Familie in die Arme schließen Kanu-Weltmeisterin Conny Waßmuth genießt freie Tage – Kurze Stippvisite daheim in Ammendorf

Hallesche Sportler feiern Weihnachten
Die Familie in die Arme schließen Kanu-Weltmeisterin Conny Waßmuth genießt freie Tage – Kurze Stippvisite daheim in
Ammendorf

von Petra Szag, 23.12.05, 19:04h, aktualisiert 23.12.05, 19:13h

Halle/MZ. Endlich Weihnachten! Conny Waßmuth hat das Fest in diesem Jahr förmlich herbeigesehnt. Denn die Feiertage erlauben es der studierenden Kanutin, all das zu tun, wozu sie zuletzt kaum Gelegenheit hatte: der alten Heimat einen Besuch abstatten, die Familie in die Arme schließen, Freunde besuchen.
Das Paddel bleibt ausnahmsweise mal im Schrank. Auch in die Bücher und Vorlesungsmitschriften wird nicht ganz so oft hineingeschaut wie sonst. Nach der letzten Trainingseinheit am Freitag in Potsdam, wo die gebürtige Hallenserin Sportwissenschaften studiert, ging es zusammen mit ihrem Freund und Trainingsgefährten Andre gleich
nach Ammendorf zu Connys Vater und dessen Lebensgefährtin. „Hier gibt es das volle Weihnachtsprogramm inklusive Baumschmücken. Und Heiligabend essen wir traditionell Kartoffelsalat und Würstchen – wie früher“, erzählt die 22- Jährige.
Am ersten Weihnachtsfeiertag geht es allerdings schon wieder zurück, weil sich ihre Schwester nebst Mann und der Opa zu Besuch angesagt haben. „Nur meine Mutter kann leider nicht kommen, weil sie mittlerweile in Italien lebt und gerade einen neuen Job bekommen hat“, bedauert Conny Waßmuth. Ihre Gäste will sie mit einem Fischgericht verwöhnen. „Meine Schwester ist Vegetarierin, deshalb kommen traditionelle Weihnachtsgerichte wie Gans, Pute oder Kaninchen nicht in Frage.“ Den Sport ganz streichen will die für den SC Magdeburg startende Sportlerin, die in diesem Jahr in die Weltklasse gepaddelt ist, allerdings nicht. „Die Zeit für ein bisschen Joggen oder Schwimmen muss sich einfach finden. Sonst würde ich ja im Januar wieder bei Null anfangen, wenn wir nach Klingenthal ins Trainingslager fahren“, erzählt die 1,67 Meter und 60 Kilogramm leichte Blondine. Schließlich hat sich die Welt- und Europameisterin für die neue Saison wieder eine Menge vorgenommen. „Ich möchte schon gern wieder in dem deutschen Vierer sitzen, der bei EM und WM zur Titelverteidigung antritt. Und auch im K 1 werde ich auf den Sprintstrecken wieder angreifen“, verspricht Conny Waßmuth. Bereits im April gehen die Qualifikationsrennen für die internationalen Höhepunkte los. Da bleibt der Kanutin nicht viel Zeit zur Besinnung.