Plan dem Landes-Kanuverband vorgestellt – Lob an Friedersdorf

20.10.2003

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Ressort: BIT
Regattastrecke in der Goitzsche

Bitterfelder Projekt findet Wohlwollen

VON UNSEREM REDAKTEUR DIETER MAERTINS

Friedersdorf/MZ. Wer wird im Rennen um eine Regattastrecke, die Kanuten und Ruderern international √ľbliche Bedingungen bietet, die Nase vorn haben – Bitterfeld mit der Goitzsche oder Halle mit dem Osendorfer See? Diese Frage ist noch nicht entschieden, auch nicht nach dem Besuch von Spitzenvertretern des Landes-Kanuverbandes in Friedersdorf gestern vormittag.

Aber Kanu-Landestrainer Volkmar Fleischer sagte doch recht deutlich, was aus sportlicher Sicht die bessere L√∂sung w√§re. Er befand den Goitzsche-See als „phantastisches Terrain f√ľr eine Regattastrecke“. Hier sei genug Platz. Vor allem aber: „Der See ist da.“ Der Osendorfer See hingegen sei ein T√ľmpel. Selbst wenn seine Wasserfl√§che um acht Meter angehoben w√ľrde, um auch f√ľr Ruderer geeignet zu sein, gebe es Probleme. Der Sattelplatz l√§ge auf einem Steilhang, die Boote w√ľrden auf die Zuschauer zufahren und nicht seitlich beobachtet werden k√∂nnen.

Auch bei anderen Verbandsverantwortlichen fand das von Thomas Konietzko, Pr√§sident des Kreissportbundes, Gerd Raschpichler, stellvertretender Landrat, und J√∂rg Heinicke, Vorsitzender des Wassersportclubs Friedersdorf, erl√§uterte Projekt Goitzsche-Regattastrecke Wohlwollen. Verbandspr√§sident Karl-Heinz D√ľben machte auf den Umstand aufmerksam, dass Sachsen-Anhalt keine international f√ľr Kanu und Rudern brauchbare Regattastrecke auf stehendem Gew√§sser hat. Die w√ľnsche sich der Verband, ob nun in Halle oder Bitterfeld. D√ľben machte den Friedersdorfern sogar ein Kompliment. „Wir stehen hinter euch. Wir wissen, hier l√§uft es.“

Konietzko hatte anhand eines Planes die Regattastrecke auf der Goitzsche erl√§utert. Der Startbereich f√ľr die 2000-Meter-Wettbewerbe der Ruderer w√ľrde etwa in der Seemitte liegen, die Strecke nach etwa der H√§lfte der Distanz parallel zur geplanten Uferpromenade verlaufen. Das Ziel w√§re in H√∂he des geplanten Hafenbeckens. Einzig Ostwind, so Konietzko, k√∂nnte Probleme bereiten. Es gebe aber M√∂glichkeiten, Wellen brechende Elemente einzusetzen.

Das Projekt Bitterfelder Regattastrecke soll unabhängig von der Olympia-Bewerbung Leipzigs angegangen werden. Raschpichler zufolge soll noch in diesem Jahr die Planung freigegeben werden. Deshalb sei ein sportfachliches Votum der Sportverbände wichtig.