Auf der Saale bis nach Halle -Christina Rommel trifft Menschen am Strom

Auf der Saale bis nach Halle –

 

Christina Rommel trifft Menschen am Strom
„MDR um zwölf“-Aktion geht in die zweite WocheMitten hinein in den Frühling ist die Sängerin Christina Rommel seit vergangenen Montag für das Ländermagazin „MDR um zwölf“ (12 bis 13 Uhr im MDR FERNSEHEN) auf der Saale unterwegs. Während ihrer zweiwöchigen Reise von Saalfeld nach Halle trifft sie Menschen, deren Leben unmittelbar mit dem Fluss verbunden ist. In der zweiten Tourwoche erreicht sie Sachsen-Anhalt. Dort begegnet sie am Saaleufer unter anderem eine Schleusenwärterin, die seit 10 Jahren an der Schleuse wohnt und schon so manches Mal vom Hochwasser eingeschlossen war und ein Fährmann, der von der Schifffahrt „besessen“ ist und sein Lieblingsschiff, nachdem es gesunken war, wieder gerettet und neu aufgebaut hat.

Die Stationen der zweiten Tour-Woche im Detail:

Montag, 15.5.06 – Camburg
Seit er denken kann, ist Manfred Berro mit dem Wassersport verbunden: er war Leistungssportler, ein Talent im Wildwasser-Kanu-Slalom. Im Canadier-Zweier nahm er an Weltmeister-schaften und Olympischen Spielen teil. 1997 beendete der gebürtige Zeitzer seine sportliche Karriere, zog an die Saale und bietet seitdem für Jung und Alt Schlauchboottouren an. Auch Christina Rommel und ihre Musiker lädt er auf eine Paddeltour ein – von Camburg bis zur Rudelsburg: eine der landschaftlich schönsten Strecken der Saale.

Dienstag, 16.05.06 – Schulpforta
Der Weinanbau hat an der Saale eine lange Tradition. Bereits 1137 ließen sich Zisterziensermönche an der Saale nieder und gründeten das Kloster „St. Marien zur Pforte“. Die Ordensbrüder waren auch die ersten, die die Hänge an der Saale mit Weinreben bepflanzten. Bald galt Pforta als das reichste Kloster mit dem bedeutendsten Weinlandbesitz im Mittelalter. Heute gehört das Weingut dem Land Sachsen-Anhalt. Der Leiter des Weingutes, Christian Kloss, nimmt Christina Rommel und ihre Band mit in die Schatzkammer und den ältesten Fasskeller an der Saale – hier lagern über 4.000 kostbare Flaschen.

Mittwoch, 17.05.06 – Naumburg
„Ich bin von der Seefahrt besessen“, das sagt Manfred Schmidt über sich selbst. In Naumburg geboren, wurde er zuerst Fährmann, heute ist er Chef seiner eigenen Schifffahrtsgesellschaft. Seine Schiffe heißen „Reblaus“, „Unstrutnixe“ oder „Fröhliche Dörte“ – alle sind sie für ihn wie Familienmitglieder. So wundert es nicht, dass er seine „Fröhliche Dörte“, als sie 2004 im Fluss versank, wieder vom Grund der Saale bergen ließ. Am Mittwoch lernen Christina Rommel und ihre Jungs den sympathischen Schiffsnarren kennen.

Donnerstag, 18.05.06 – Weißenfels
Seit 11 Jahren wohnt Karin Thomas an „ihrer“ Brückenmühlenschleuse in Weißen-fels und hat damit wohl den kürzesten Arbeitsweg in Sachsen-Anhalt. Eigentlich hat sie Chemielaborantin gelernt, doch als ihre Stelle in Artern wegfallen sollte, hat sie sich für die Umsetzung und ihren neuen Job als Schleusenwärterin entschieden. Heute beneiden sie viele um ihren Arbeitsplatz direkt an der Saale und auch die 51-Jährige sagt: „Hier will ich nicht mehr weg.“ Wie eine Schleusenwärterin lebt, darüber erfährt Christina Rommel mehr am Donnerstag.

Freitag, 19.05.06 – Halle
Eine ungewöhnliche Tour bedarf auch eines ungewöhnlichen Abschlusses. Kurz vor Halle lernen Christina Rommel und ihre Band Mathias Neubert und seine Drachenbootmannschaft kennen. Eine chinesische Tradition aus dem Jahr 300 v. Chr. erobert derzeit Deutschland und wird zum Volkssport. Ein Drachenboot ist 13 Meter lang, nur 1,16 Meter breit und hat einen Drachenkopf und Schwanz. Neuberts Jugendmannschaft ist damit 2005 sogar Weltmeister geworden. Bevor Christina Rommel in Halle ihr kleines Abschluss-Konzert gibt, müssen sie und ihre Musiker erst einmal kräftig paddeln.

Hinweis für die Redaktionen:
Fotos zur Aktion senden wir Ihnen auf Anfrage gern per E-Mail zu.

 

zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2006 | 14:40