Meisterschaft in Halle, Sachsen bittet um „Amtshilfe“

03.09.2003

38  Zeilen

Ressort: SP
Kanurennsport

Halle/MZ/keb. Der Hallesche Kanu Club (HKC) in Osendorf will im kommenden Jahr einen dicken Fisch an Land ziehen. Hintergrund ist eine Bitte des benachbarten sächsischen Verbandes. Dieser wurde mit der Austragung der international offenen deutschen Meisterschaften im Drachenboot-Rennen 2004 beauftragt. Mangels eigener Anlage baten die Sachsen nun darum, diese Meisterschaft zu einem Termin im Zeitraum 20. April bis 20. Mai auf dem Osendorfer See austragen zu können.

„Ich sehe da keinen Hinderungsgrund. Wir haben genügend Erfahrungen bei der Austragung großer Wettkämpfe gesammelt und werden gute Gastgeber sein“, versichert HKC-Präsident Karl Kunitzsch nicht ganz ohne Hintergedanken. Schließlich haben sich die Osendorfer noch lange nicht damit abgefunden, im Falle von Olympischen Spielen 2012 in Leipzig nur Zuschauer zu sein.

Die Austragung der Wassersport-Wettbewerbe (Kanurennsport, Kanuslalom und Rudern) bereitet den Verantwortlichen der Leipziger Olympia GmbH mit die größten Kopfzerbrechen. Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, Ullrich Feldhoff, würde es sehr gerne sehen, wenn Kanurennsport und Rudern auf separaten Gewässern stattfinden. Der bauliche Aufwand im Rahmen des Konzeptes „Kompakte Spiele in Leipzig“ wäre danach enorm. Da die internationale Tendenz im Rennsport weg von den 1 000 Metern und hin zu 500-und 200-Meter-Rennen geht, wäre Osendorf ein idealer Austragungsort. Doch über diese Frage wird wohl erst nach der Vergabe der Spiele 2005 endgültig entschieden.